Die frühere Condor-SachPolice im Überblick
Condors SachPolice verband unterschiedliche gewerbliche Sachdeckungen in einem Vertragskonzept. Neben der Inhaltsversicherung enthielt das Bedingungswerk eigenständige Regelungen zu Gebäuden, Ertragsausfall und Betriebsschließung. Diese Gliederung bedeutete nicht, dass jeder Vertrag alle Sparten enthielt: Der Versicherungsschein bestimmte den vereinbarten Umfang.
Für Betriebsinventar standen unter anderem Feuer, Einbruchdiebstahl mit Raub und Vandalismus, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel zur Auswahl. Zusätzlich waren besondere Regelungen etwa für Naturgefahren, Glasbruch, Kühlgut und unbenannte Gefahren vorgesehen. Welche davon Ihre Police einschließt, sollte anhand des konkreten Vertrags geprüft werden.
R+V führt die Condor-Sachverträge weiter
Seit der 2024 vollzogenen Verschmelzung ist R+V Allgemeine der Risikoträger der betroffenen Condor-Verträge. Der gesellschaftsrechtliche Übergang allein ersetzt weder die gewählten Gefahren noch die vereinbarten Versicherungssummen durch ein anderes Leistungspaket.
Gerade bei einem langjährigen Vertrag kann deshalb eine Bestandsaufnahme sinnvoll sein. Zusätzliche Lagerflächen, ein neues Warenprogramm oder erheblich gestiegene Einkaufspreise sollten nicht erst nach einem Schaden auffallen. Geben Sie bei einer Anfrage die bisherige Vertragsnummer und die zwischenzeitlichen Änderungen an.
Condor-Inventarsumme prüfen: Saisonwaren und Mietereinbauten berücksichtigen
Für die Inventarsumme einer Condor-Police zählt auch der saisonale Höchstbestand: Ein Lager ist nicht jeden Monat gleich viel wert. Wer vor dem Weihnachtsgeschäft größere Warenmengen einkauft oder Ersatzteile auf Vorrat hält, sollte Spitzenbestände in die Ermittlung der benötigten Summe einbeziehen. Für eine Werkstatt sind außerdem Maschinen, Werkzeuge und Büroausstattung relevant.
Bei Mieträumen kommt hinzu, wem eingebaute Einrichtungen gehören und wer deren Schadenrisiko trägt. Fest installierte Regale oder selbst finanzierte Innenausbauten sollten eindeutig dem passenden Vertrag zugeordnet werden. Diese Angaben helfen auch dabei, einen alten Condor-Vertrag mit einer aktuellen Inhaltsversicherung sachgerecht zu vergleichen.
Welche Ertragsausfallleistung ergänzt den früheren Condor-Sachschutz?
Der Inhaltsschutz einer Condor-SachPolice finanziert mit dem Ersatz beschädigter Waren nicht automatisch alle Folgen eines stillstehenden Betriebs. Ist ein Ertragsausfallschutz vereinbart, sind dessen Auslöser, versicherte Kosten und Haftzeit zusätzlich zu betrachten. Die frühere SachPolice führte dafür eigene Bedingungen.
Nach einem Brand kann etwa der Laden wieder eingerichtet sein, während eine benötigte Maschine noch nicht geliefert wurde. Planen Sie die wirtschaftliche Wiederanlaufzeit deshalb anhand Ihres Betriebsablaufs. Für eine neue Absicherung bietet die R+V-UnternehmensPolice unter anderem Inhalts- und Ertragsausfallbausteine; deren konkreter Umfang ist im Angebot festzulegen.
Neue Inhaltsversicherung statt Condor: Welche Angaben bestimmen den Preis?
Für ein neues Inhaltsangebot nach Condor wirken sich Betriebsart, Standort, Bauweise und Sicherungen ebenso auf die Kalkulation aus wie der Wert von Einrichtung und Vorräten. Naturgefahren, technische Zusatzdeckungen, Ertragsausfall und Selbstbeteiligung verändern den Leistungsumfang und damit den Beitrag.
Vergleichen Sie Angebote auf derselben Grundlage. Ein Warenlager mit vereinbartem Überschwemmungsschutz und ein Bürovertrag ohne diesen Baustein sind trotz ähnlicher Versicherungssumme keine gleichwertigen Angebote. Über das Formular können Sie einen konkreten Bedarf einschließlich bestehender Condor-Absicherung beschreiben.
Den Waren- und Inventarschutz gezielt aktualisieren
Sie möchten einen Condor-Bestandsvertrag überprüfen oder zusätzliche Betriebswerte absichern? Übermitteln Sie Ihren Bedarf im Angebotsformular und lassen Sie passende Konditionen für Ihren Betrieb prüfen.