Produktschäden innerhalb der HDI Betriebshaftpflicht
HDIs betriebliche Haftpflicht erfasst im vereinbarten Umfang auch Schäden aus gelieferten Waren und Erzeugnissen. HDI nennt wählbare Versicherungssummen von 3, 5 oder 10 Millionen Euro für Personen-, Sach- und mitversicherte Vermögensschäden. Ein durch ein fehlerhaftes Elektrogerät ausgelöster Brand beim Kunden ist ein typisches Produktschadenrisiko. Die Nachlieferung des mangelhaften Geräts selbst ist davon zu unterscheiden: Vertragserfüllung wird nicht durch eine Haftpflichtversicherung ersetzt.
HDI-Produktdeckung für Amazon-Händler: Was ergänzt das Vendors Endorsement?
Für den Onlinehandel bietet HDI eine Erweiterung an, mit der Marktplätze und Händler beim Plattformvertrieb mitversichert werden können. Diese auch als Amazon-Klausel bezeichnete Vereinbarung sollte zur tatsächlich verlangten Versicherungsbestätigung passen. Nennen Sie Plattform, Sortiment und Importländer bereits bei der Anfrage. Eine passende Bescheinigung ersetzt nicht die Prüfung, ob alle vertriebenen Produktgruppen versichert sind.
smartProtect von HDI Global für industrielle Lieferketten
HDI Globals Industrielösung smartProtect verbindet Betriebs- und Produkthaftpflicht mit Umweltrisiken, Rückrufkosten außerhalb des Kfz-Bereichs sowie Tech E&O beziehungsweise IT-Vermögensschadenhaftpflicht. Es handelt sich um ein Konzept von HDI Global SE. Seine Erweiterungen dürfen daher nicht ungeprüft einem gewerblichen Compact-Vertrag zugeschrieben werden. Bei vernetzten Erzeugnissen, internationalen Abnehmern und umfangreichen Zulieferbeziehungen ist diese Unterscheidung besonders wichtig.
HDI Global smartProtect: Ausbau, Verarbeitung und Sortierkosten absichern
Im erweiterten Produktrisiko von HDI Global smartProtect sind unter anderem Verbindungs-, Vermischungs- und Verarbeitungsschäden, Weiterbearbeitung, Aus- und Einbaukosten sowie die Maschinenklausel vorgesehen. Auch Prüf- und Sortierkosten und Reparaturen im eingebauten Zustand werden berücksichtigt. Für diese Erweiterungen weist das Produktprofil keine zusätzlichen Sublimits innerhalb der vereinbarten Summe des erweiterten Produktrisikos aus. Zusätzliche Vermögens- und Produktionsausfallschäden einschließlich ProdH 4.0 können fakultativ vereinbart werden.
HDI Global Produktdeckung: Non-Kfz-Rückruf von Fahrzeugzulieferung unterscheiden
HDI Global smartProtect umfasst einen Rückrufkostenbereich für Non-Kfz-Produkte einschließlich Rückrufregress. Das Kfz-Zuliefererrisiko ist dagegen eine fakultative Erweiterung. Ein Bauteilhersteller sollte deshalb deutlich angeben, ob Erzeugnisse in Fahrzeugen eingesetzt werden. Beispiel: Die vorsorgliche Rückholung einer Charge wegen eines Sicherheitsmangels verursacht andere Kosten als ein bereits eingetretener Sachschaden an einem Kundenfahrzeug. Beide Szenarien benötigen einen passenden Vertragsumfang.
HDI Global smartProtect: Export und digitale Produktbestandteile angeben
Für internationale Industrieprogramme kann HDI Global smartProtect um ein Master-Cover ergänzt werden. Auch spezielle Lieferketten- und Planungsrisiken sind fakultativ vorgesehen. Beschreiben Sie direkte Exporte, Einsatzländer und ausländische Tochtergesellschaften konkret. Bei Maschinen mit eigener Software sollten Softwareleistungen, Wartung und mögliche Produktionsausfälle der Abnehmer mit erfasst werden. Eine bloße Umsatzangabe ohne Erläuterung des Produkts bildet solche Risiken nicht ausreichend ab.
Wie entstehen die Kosten einer Produkthaftpflicht bei HDI?
In die Kalkulation von HDIs Produkthaftpflicht fließen unter anderem Betriebsart, Umsatz, Beschäftigte beziehungsweise Lohn- und Gehaltssummen ein. Für das Produktrisiko ergänzen Sie die Rolle als Hersteller, Importeur oder Händler, die Weiterverwendung Ihrer Waren und die gewünschten Erweiterungen. Vergleichen Sie nicht nur die pauschale Deckungssumme: Rückrufkosten, Serienschäden, Selbstbehalte und die vereinbarte Nachhaftung können den wirtschaftlichen Wert des Angebots deutlich verändern.
Die Lieferkette im Angebot berücksichtigen
Nutzen Sie das Angebotsformular und nennen Sie Produkte, Absatzländer und die weitere Verarbeitung beim Kunden. Damit lässt sich die Anfrage einer geeigneten gewerblichen oder industriellen Absicherung zuordnen.