Was bedeutet All Inclusive bei der R+V-Produkthaftpflicht?
R+V HAI Individual verbindet einen Allgemeinen Teil mit risikospezifischen Deckungsbausteinen. Der Name bedeutet nicht, dass sämtliche Erweiterungen in jedem Vertrag automatisch enthalten sind. Für Hersteller und Händler sind insbesondere Produktvermögensschäden, Zulieferteile und Rückrufkosten zu betrachten. Im Angebot sollten die ausgewählten Bausteine mit ihren Versicherungssummen, Selbstbeteiligungen und Jahreshöchstleistungen erkennbar sein.
Folgeschäden beim Abnehmer im erweiterten R+V-Schutz
Die erweiterte Produkthaftpflicht von R+V berücksichtigt besondere Produktvermögensschäden, beispielsweise Betriebsunterbrechung oder Nutzungsausfall beim Kunden. Auch Regressansprüche zwischen verbundenen Unternehmen sind als Erweiterung beschrieben. Ein Bauteillieferant sollte daher nicht nur sein eigenes Erzeugnis angeben, sondern auch dessen Bedeutung für die Produktion des Abnehmers. Bei einer Unternehmensgruppe gehören die beteiligten Gesellschaften und internen Lieferbeziehungen in die Anfrage.
R+V berücksichtigt besondere Risiken additiver Druckverfahren
R+V hat für additive Druckverfahren, kurz ADV, einen eigenen Baustein entwickelt. Er betrifft unter anderem bestimmte Marken-, Urheber- und Patentrechtsverletzungen im Auftragsdruck sowie Nutzungsausfall und vergebliche Aufwendungen des Abnehmers. Bereits 2019 wurde dieser besondere Schutz eingeführt; für ein heutiges Angebot zählen die aktuell vereinbarten Bedingungen. Erläutern Sie, wer die Druckdateien erstellt, welches Material verwendet wird und ob Sie für eigene Produkte oder als externes Druckzentrum fertigen.
R+V ADV-Schutz: Welche eigenen Kosten nach einem Druckfehler sind versicherbar?
Der ADV-Schutz der R+V geht in benannten Fällen über Ansprüche Dritter hinaus. Er kann vergebliche Rohstoffkosten und die Entsorgung nicht wiederverwertbarer mangelhafter Druckerzeugnisse berücksichtigen. Hinzu kommen vereinbarte Mehrkosten zur Vermeidung einer eigenen Betriebsunterbrechung, etwa für Ersatzdrucker oder externe Dienstleister. Dafür ist eine Dauer von bis zu drei Monaten beschrieben. Probedrucke fallen nicht unter diese Eigenschadendeckung. Eine pauschale Erstattung jeder fehlgeschlagenen Fertigung ist damit nicht verbunden.
R+V Rückrufschutz bei Vermögensgefahren und für Kfz-Zulieferer
Der R+V-Rückrufbaustein berücksichtigt auch Rückrufe bei drohenden Vermögensschäden. Für Kfz-Rückrufrisiken gibt es eine gesonderte Deckung. Nennen Sie deshalb ausdrücklich, wenn Ihre Erzeugnisse in Fahrzeuge eingebaut werden. Die Rückruforganisation, reine Mängelbeseitigung und der Ersatz bereits eingetretener Drittschäden sollten getrennt kalkuliert werden. Eine gewöhnliche Produkthaftpflicht deckt nicht allein durch ihre Bezeichnung alle diese Aufwendungen.
Unterlieferanten und Umweltrisiken bei R+V
R+V berücksichtigt im HAI-Konzept die Haftung aus Produktfehlern, die auf mangelhafte zugelieferte Teile zurückgehen. Das versichert Ihre vereinbarte Haftung; der Zulieferer erhält dadurch nicht automatisch einen eigenen Vertrag. Umweltrisiken bilden einen weiteren Bereich der betrieblichen Absicherung. Geben Sie dazu Stoffe, Anlagen und Lagerungen an, damit eine passende Deckung gewählt werden kann.
Was ist für den Preis der R+V-Produkthaftpflicht entscheidend?
Eine aussagekräftige Anfrage zur R+V Produkthaftpflicht enthält Umsatz, Produktarten, Absatzländer und die Verwendungszwecke der Lieferungen. Für additive Fertigung sind außerdem Druckverfahren und Verantwortlichkeiten bei den Konstruktionsdaten relevant. Legen Sie fest, ob Sie Rückrufschutz, erweiterte Produktvermögensschäden oder Versicherungsschutz für verbundene Gesellschaften benötigen. Erst diese Zusammenstellung erlaubt einen sinnvollen Vergleich von Beiträgen.
Produkt- und Fertigungsrisiken konkret anfragen
Beschreiben Sie im Formular Ihre Erzeugnisse, Verfahren und Liefermärkte. Damit lassen sich Angebote zur Produkthaftpflicht mit den für Ihren Betrieb benötigten Erweiterungen anfordern.