Warum EUROPA-Privathaftpflichtsummen keine gewerbliche Produktdeckung bestätigen

EUROPA bietet private Haftpflichtlösungen mit unterschiedlichen Leistungsstufen. Die dort genannte Versicherungssumme gilt für die versicherten privaten Risiken. Sie sagt nichts darüber aus, ob Schäden aus dem gewerblichen Vertrieb Ihrer Waren übernommen werden.

Auch einzelne berufliche Einschlüsse einer Privathaftpflicht betreffen nur die beschriebenen Tätigkeiten und Schadenarten. Sie sollten daraus keine allgemeine Annahme eines Onlineshops, einer Produktion oder eines Importgeschäfts ableiten. Entscheidend ist eine ausdrückliche Deckung für Ihr Unternehmen und dessen Produkte.

EUROPA-Kunden im Handel: Produktvertrieb eigenständig versichern

EUROPA-Kunden mit regelmäßigem Zukauf und Weiterverkauf neuer Waren sollten die Produkthaftpflicht am gewerblichen Geschäftsmodell ausrichten. Zur Anfrage gehören Produktsortiment, Umsatz, Absatzmärkte und die Frage, ob Sie unter eigener Marke auftreten. Auch Montage, Beratung oder Anpassung der Ware beim Kunden können relevant sein.

Bei einem Produktmangel sind mehrere Kostenarten zu unterscheiden: die mangelhafte Sache selbst, ein dadurch verursachter Personen- oder Sachschaden sowie weitere Kosten beim Abnehmer. Nicht jede dieser Positionen ist mit derselben Versicherung gedeckt. Für Verarbeitung und Einbau müssen passende Erweiterungen geprüft werden.

Welche gewerbliche Produktdeckung bietet der Continentale-Verbund neben EUROPA?

EUROPA gehört zusammen mit Continentale und Mannheimer zum Versicherungsverbund. Die Continentale bietet Betriebs- und Berufshaftpflicht für Unternehmen an. Für Produktrisiken sind dort Betriebsart und benötigte Erweiterungen gesondert abzustimmen.

Auf der Seite zur Produktdeckung der Continentale finden Sie die entsprechenden Merkmale. Eine gewerbliche Police wird neu vereinbart; Ihre EUROPA-Privathaftpflicht wird dadurch weder automatisch erweitert noch umgestellt. Sie können die private und betriebliche Absicherung passend nebeneinander organisieren.

Produktangebote neben EUROPA: Eigenmarken und Zulieferfolgen berücksichtigen

Für eine Produktanfrage als EUROPA-Kunde ist bei Eigenmarken die eigene Rolle gegenüber dem Käufer wichtig, selbst wenn ein anderes Unternehmen die Ware herstellt. Für Zulieferer zählt besonders, in welche Produkte oder Anlagen die Lieferung eingeht. Ein preisgünstiges Bauteil kann einen wesentlich größeren Folgeschaden verursachen.

Beschreiben Sie deshalb im Angebot die weitere Verarbeitung, notwendige Aus- und Einbauarbeiten und mögliche Serienfolgen. Eine vorsorgliche Rücknahme aus dem Markt benötigt ebenfalls eine gesonderte Bewertung. Rückrufkosten lassen sich nicht allein aus dem Namen Produkthaftpflicht ableiten.

Was bestimmt den Produkthaftpflichtbeitrag für EUROPA-Kunden?

Ein EUROPA-Privathaftpflichtbeitrag eignet sich nicht als Preismaßstab für gewerblichen Warenverkauf. Das unternehmerische Risiko wird anhand von Tätigkeit, Produktarten, Umsatz und Liefergebieten bewertet. Hinzu kommen Schadenverlauf, Versicherungssumme und Selbstbeteiligung.

Über das Angebotsformular können passende gewerbliche Lösungen angefragt werden. Vermerken Sie bestehende Verträge und gewünschte Produktbausteine. So lässt sich der Schutz anhand konkreter Leistungen vergleichen, auch wenn EUROPA selbst keinen entsprechenden allgemeinen Produkthaftpflichttarif anbietet.

Produktvertrieb mit der richtigen Haftpflicht starten

Tragen Sie Warenarten, Vertriebswege und Absatzländer im Formular ein. Damit können geeignete Angebote für Ihren Handel oder Ihre Fertigung zusammengestellt werden.